[Translating...]
Hallo!
Ich habe dieses Thema auch schon verfolgt,
und erlaube mir nun, auch mal etwas dazu zu schreiben.
Ich habe in meinem Golf einen ähnlichen Motor.
Als ich heute von der Arbeit heim gefahren bin, war der Motor halbwegs auf Betriebstemperatur.
Ich hab das Auto ca. 16,00 abgestellt, und um 19,00 extra für dich mal nach dem Kühlwasser gesehen.
Der Motor war noch nicht völlig ausgekühlt, ehr so bei vielleicht 20°. Auf den Wasserschläuchen war kein Druck, und als ich den Kühlwasser-Ausgleichsbehälter geöffnet habe, war ganz leichter Druck zu spüren, aber eben nicht mehr als ein Katzenpups.
Und ich würde meinen Motor nach 300000 knm und 20 Jahren als völlig intakt und problemlos beschreiben.
Den Zahnriemen hab ich auch kürzlich gewechselt, auch mit Wasserpumpe,
und mich um die Entlüfterei auch nicht sonderlich gekümmert.
Die Wasserpumpe bringt ja bei hohen Drehzahlen so viel Druck, dass das komplette Kühlsystem gut durchgespült wird, und die Luft zwangsläufig im Ausgleichsbehälter landet. Dann wird noch mal nachgefüllt, und gut ist es.
Ausnahme ist nur, wenn ein Schlauch verstopft ist. Das kommt vor, gerade die dünnen Entlüftungsschläuche.
Weiter:
Ich gehe mal davon aus, dass hier Abgase in das Kühlsystem gedrückt werden. Abgase enthalten Kohlendioxyd, was unter Druck gut in Wasser löslich ist. Wenn der Druck weg ist, z.B. wenn man den Kühlerverschluss öffnet, blubbert es aus dem Kühlwasser raus.
So glaube ich, wurde es in dem Beitrag auch geschrieben.
Ob Abgase im Kühlsystem sind, kann man normalerweise mit einer Kühlwasseranalyse testen. Also auf CO² testen. Ich hab das selbst noch nie gemacht, aber ich hab mal bei E*** gesehen, wenn man da CO2 Test eingibt, bekommt man da einiges für wenige €.
Müsste man dann auch mal mit einem intakten Vergleichsfahrzeug testen, um das Ergebnis einschätzen zu können.
Was noch:
Mein Golf hat , wenn ich ihn jetz verkaufe, einen finanziellen Wert von ca. 400 €. Er bringt mich aber täglich zuverlässig zur Arbeit. In dem Fall würde ich damit einfach weiterfahren, und die Sache beobachten.
Ev. würde ich noch die Schrauben vom Zylinderkopf nachziehen, und dem Motor mal eine Ladung Kühlerdicht servieren.
Aber den Zylinderkopf abbauen, nein, das würde ich nicht mehr machen.
In den Fall, wie hier beschrieben, ist es ja wirklich nicht schlimm oder akut. Das kann auch noch 2 Jahre so weiter gehen.
Bei unerklärlichem deutlichen Kühlwasserverlust muss man sich mal Gedanken machen, wie es weiter geht.
Ist ja so, wenn man in dem derzeitigen Zustand den Motor zerlegt, wird man an der Kopfdichtung kaum sehen, ob die defekt ist, oder nicht.
Man sieht dann aber ehr einen angefressenen Zylinderkopf, der vielleicht noch krumm ist, den man dann schleifen lassen kann, aber nicht soll.
Und ob es ev. etwas ganz anders ist, weiss man auch nie.
Ich hab in meiner Berufserfahrung schon Haarrisse im Zylinderblock gesehen, und auch einmal einen Gussfehler im Zylinderkopf. Das war wie eine Pore im Material, die sich nach 15 Jahren plötzlich geöffnet hat. Sozusagen ein winziger Kanal vom Brennraum in den Kühlwasserkanal. Ich konnte das mit Druckluft und Seifenwasser eindeutig nachweisen.
Edit:
@ Bernd:
Wir haben gleichzeitig geschrieben. Ich hatte deinen letzten Beitrag nicht gesehen, ehe ich mit meinem Text fertig war. Ich lass das jetzt aber so stehen.