[Traduzione in corso...]
Hallo,
ein Bekannter berichtete mir von einem TDI-Tuner, der im Rahmen von Individualabstimmungen dazu neigt, Lader zu verschleißen, indem er fast reihenweise Torsionsbrüche der Welle produziert.
Sein Motto ist ungefähr "Ladedruck ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Ladedruck". Dementsprechend läßt er den LD beim Gasgeben fast ungehemmt hochschnalzen und toleriert Überschwinger z.B. bis 3 bar (abs) mit dem GT1749VA meines Bekannten.
Dieser meinte nun, die Wellenbrüche kämen von der Beschleunigungs-Torsion der Laderwelle beim Übergang Schub -> Volllast.
Das erscheint mir ziemlich unglaublich, da die Welle ja nur über Turbinen-Hebelarme von max. 2 cm "weich angeblasen" wird, aber keinen Kontakt zu festen drehmoment-übertragenden Teilen (wie Zahnräder o.ä.) hat.
Nach der Taschenformel
kw = Nm * rpm / 9550 bzw. Nm = kW * 9550 / rpm
kann man die Größenordnungen der Drehmomentbelastung einer Laderwelle abschätzen: z.B. 20kW eingespeiste Turbinenleistung @ 100.000 rpm ergeben sage und schreibe 1,91 Nm Torsionslast. Wie will man damit eine Stahlwelle von geschätzt 3 mm Stärke oder mehr abscheren?
Meine Erklärungen für die Torsionsbrüche lauten daher eher:
1. Überdrehzahlen des Laufzeuges in Verbindung mit Rest-Unwuchten (im Rahmen der Spezifikation) verbiegen die Welle bis zur Berührung eines Läufers mit seinem Gehäuse. Erst die dabei entstehenden Bremsimpulse erzeugen Belastungen, die die Laderwelle abscheren lassen.
2. Der Tuner schießt den Lader im Drehzahlkeller bis weit in dem Pumpbereich, der durch schlagartige Wechsel von Durchdrehen und Grip zwischen Verdichterläufer und Frischluftstrom gekennzeichnet ist.
Beim Übergang von Durchdrehen auf Grip könnten IMO die stärksten denkbaren Gaskräfte als Bremsimpulse auf den Verdichterläufer wirken, während Welle und Turbinenläufer ihre hohe Drehzahl beibehalten wollen. Diese hohen gaskraftbedingten Torsionsimpulse könnten die Laderwelle IMO noch am ehesten abscheren - analog dem brutalen Ruckeln, wenn man mit einem starken TDI auf welliger (feuchter) Piste ohne ESP z.B. im 2. Gang Vollgas gibt, der Reifen in den Tälern durchzudrehen beginnt und am nächsten Berg wieder Haftung bekommt.
Was meint Ihr dazu?