[Traduzione in corso...]
Hallo nochmal,
ich habe heute morgen noch ein paar weitere Versuche gemacht, allerdings ohne mitlaufendes Datalogging.
Dafür ermöglichte es die tiefstehende Sonne im Rücken, Rußwolken fast so gut zu erkennen wie bei Dunkelheit im Scheinwerferlicht des Hintermanns.
Versuch1:
LMM durch Diode ersetzt (wie bereits beschrieben). Jetzt war beim starken Beschleunigen im Drehzahlkeller solange ein Schleier im Rückspiegel erkennbar, bis der Ladedruck hochgelaufen war.
Bei den bisherigen Versuchen dürfte Ähnliches passiert sein, nur vermied die höher stehende Sonne ein Erkennen des Rußes.
Versuch 2:
Zusätzlich den Schlauch von der VTG-Dose abgezogen, so dass (fast) kein Ladedruck aufgebaut wird. Das ergab neben einem saftigen Leistungsverlust (endlich) die erwartete dicke Rußwolke, solange beschleunigt wurde.
Der maximale Ladedruck im Versuch von ca. 0,2 bar wurde erst um 3.000 rpm erreicht.
Versuch 3:
VTG und LMM wieder in Betrieb genommen. Nun war auch in der tiefen Sonne bei Vollgas aus 1100 rpm kein Rußwölkchen mehr zu erkennen.
Durch Versuch 2 ist bewiesen, dass der Ladedruck (zumindest beim AFN) keine
unmittelbare Rolle für die Berechnung der Einspritzmenge spielt.
Sobald das LMM-Signal genug Luft
meldet, wird beim Beschleunigen die entsprechende Einspritzmenge freigegeben, selbst wenn der Ladedruck praktisch Null ist.
Würde der Motorcomputer den Ladedruck direkt für die Einspritzmengen-Berechnung auswerten, so hätte er auf die "defekte" VTG mit einer entsprechenden Reduzierung der Einspritzmenge reagieren und die Russfahne unterdrücken müssen.
Diese Beobachtung deckt sich mit der Luftmassen-Einspritzmengenbegrenzung laut VAGCOM beim Ersatz des LMM durch die Diode: auch ohne Ladedruck (im Schubbetrieb) liegt die Luftmassenbegrenzung um 40 mg.
Die Ladedruckregelung läuft demnach eher "neben" der Einspritzmengen-Berechnung ab - sozusagen nur als Werkzeug, um genug Luftmassendurchsatz bereitzustellen, damit die per Gaspedal angeforderte Einspritzmenge auch freigegeben werden kann.