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Fragen zur EDC-Kennfeldarchitektur

 
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ulf
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Beitrag19-07-2003, 10:08    Titel: Fragen zur EDC-Kennfeldarchitektur Wird übersetzt...

Hallo zusammen

Soweit ich die Geschichte bisher verstanden haben, funktioniert die Festlegung der Einspritzmenge im Fahrbetrieb grundsĂ€tzlich so (die "Gleichhungen" fĂŒr die Kennfeldfunktionen bitte nicht wörtlich nehmen) :

1. Kennfeld Fahrerwunsch: Pedalstellung + Drehzahl = gewĂŒnschte Einspritzmenge (zugleich Begrenzung)

2. Kennfeld Ladedruck: gewĂŒnschte Einspritzmenge + Drehzahl = Soll-Ladedruck (mit dem normalerweise eine ausreichende Luftmasse zur Verbrennung der gewĂŒnschten Einspritzmenge in die Zylinder kommt)

3. Kennfeld TrĂŒbung: Luftmasse + Drehzahl = Luftbegrenzung (höchstzulĂ€ssige Einspritzmenge bei der gegenwĂ€rtigen Luftmasse pro Hub, um den Rußanteil innerhalb der Abgaswerte zu halten)

4. Kennfeld Drehmoment: Drehzahl = maximale Einspritzmenge (Begrenzung zum thermisch / mechanischen Überlastungsschutz von Motor und Kraftstrang)

Dynamisch in Stichworten (Beispiel):
-> Der Fahrer gibt aus dem Schubbetrieb heraus Gas und fordert damit eine bestimmte Einspritzmenge an.
-> Das Drehmomentkennfeld gibt die maximale Einspritzmenge fĂŒr die jeweilige Drehzahl vor.
-> Der LMM meldet zunĂ€chst zuwenig Luft, so dass die Luftbegrenzung eingreift und die Einspritzmenge unterhalb des Fahrerwunsches „abschneidet“.
-> Gleichzeitig lĂ€uft der Ladedruck in Richtung Sollwert hoch. Damit steigt der LMM-Wert, so dass die Luftbegrenzung mit steigt und die Ruß-ZĂŒgel zunehmend lockerer lassen kann - solange bis die Luftbegrenzung ĂŒber dem Fahrerwunsch bzw. der Drehmomentbegrenzung liegt.
->Nun greift der Fahrerwunsch bzw. die Drehmomentbegrenzung fĂŒr die Einspritzmenge, und der Sollzustand ist (fĂŒr den Augenblick) erreicht.

Meine Fragen:

1. Stimmt dieser Ablauf grundsÀtzlich?

2. Wozu wird in diesem Szenario ĂŒberhaupt ein extra Kennfeld zur Drehmomentbegrenzung (also die absolute Höchstgrenze: Drehzahl -> Einspritzmenge) gebraucht?
Wenn man in das Fahrerwunsch-Kennfeld ĂŒber alle Drehzahlen bei Vollgas genau die Werte der Drehmo-Begrenzung programmiert, könnte das Fahrerwunsch-Kennfeld doch die Funktion der (maximalen) Drehmo-Begrenzung mit ĂŒbernehmen?

Wozu wird also der Zusatzaufwand mit der Drehmomentkennfeld betrieben?
Gruß Ulf
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DaBibo
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Beitrag19-07-2003, 13:01    Titel: Hab mal gehört... Wird übersetzt...

Das das fĂŒr den ersten und zweiten Gang gemacht wurde, da sollen TDIs zum Teil weniger Leistung bringen ums Getriebe heile zu lassen.
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ulf
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Beitrag19-07-2003, 16:21    Titel: Re: Wird übersetzt...

DaBibo hat folgendes geschrieben:
Hab mal gehört...Das das fĂŒr den ersten und zweiten Gang gemacht wurde, da sollen TDIs zum Teil weniger Leistung bringen ums Getriebe heile zu lassen.

Hi
das hieße, daß die Drehmobegrenzung je nach Fahrgeschwindigkeit oder Tempo der Drehzahlerhöhung variiert wĂŒrde . . . kann dazu jemand was nĂ€heres sagen (bevor ich in den nĂ€chsten Tagen wieder mein Laptop zum Mitloggen anwerfen mĂŒĂŸte)?
Gruß Ulf
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Gremlin
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Beitrag19-07-2003, 22:47    Titel: Fragen zur EDC-Kennfeldarchitektur Wird übersetzt...

die EDC verfĂŒgt grundsĂ€tzlich ĂŒber die fĂ€higkeit der gangerkennung.

damit kann man dann wie erwÀhnt das moment in niedrigen gÀngen begrenzen um den triebstrang nicht zu gefÀhrden.

genauso wird bei sehr niedriger drehzahl das moment kurzgehalten, weil sonst die belastungen fĂŒr die lager zu hoch werden.
ebenso kann man das moment temperaturabhĂ€ngig zurĂŒcknehmen (z.b. kalten motor schonen)

das drehmomentkennfeld kann also von vielen faktoren abhÀngig gemacht werden, daher ist es nicht einfach ersetzbar.
und der wert Ă€ndert sich mit drehzahl und gang bei mir zumindest dynamisch. vor allem unterhalb der 1600 touren fĂ€llt es ab. nach temperaturabhĂ€ngigkeiten zu loggen ist mir frĂŒhmorgens aber too much...

ausserdem gibts ja kein kennfeld fĂŒr den fahrerwunsch, denn es heisst ja schon fahrerWUNSCH. die EDC versucht dann in abhĂ€ngigkeit von den ganzen kennfeldern diesen zu erfĂŒllen.

ab der EDC16 lÀuft das sowieso anders. die ist als drehmomentbasiertes system aufgebaut. da hat der wunsch des fahrers nur noch informativen charakter. da werden auch keine einpritzmengen als berechnungsgrundlage hergenommen, sondern nur geforderte drehmomente. ist viel einfacher und komfortabler.

CU Gremlin
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ulf
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Beitrag20-07-2003, 9:30    Titel: Fragen zur EDC-Kennfeldarchitektur Wird übersetzt...

Gremlin hat folgendes geschrieben:
das drehmomentkennfeld kann also von vielen faktoren abhÀngig gemacht werden, daher ist es nicht einfach ersetzbar.
und der wert Àndert sich mit drehzahl und gang bei mir zumindest dynamisch.

Hi Ralf,

das erklÀrt den Sinn eines variablen icon_exclaim.gif Drehmo-Kennfeldes anstatt einfach eine starre Maximalkurve als 100%-Verlauf (Drehzahl / Menge) des Fahrerwunsch-Kennfeldes zu programmieren.

Heißt das ĂŒbrigens, daß fĂŒr den Notlauf einfach auf ein anderes, mengenreduziertes Drehmomentkennfeld umgeschaltet wird??

Kannst Du evtl. auch etwas zur Sommerschlappheits-ErklÀrung von Ben 1972 in
/viewtopic.php?t=3261
ergÀnzen?

Ben1972 hat folgendes geschrieben:
fĂŒr die Sommerschlappheit kann ich dir einen Grund nennen. Als Begrenzungsfaktor tritt hier die Abgastemperatur vor Turbine ein. . . . (Bei Außentemperaturen um 30°C) Dann kĂŒhlt ja dein LLK die Temperatur der verdichteten Luft nicht mehr soweit runter, die Saugrohrtemperatur steigt. Hast du nun einen LLK, der nicht sehr effektiv ist, dann kann die Saugrohrtemperatur so hoch werden, dass die Abgastemperatur bei voller Einspritzmenge so hoch wird, dass sie dem ATL schaden kann. Deshalb greift dann ein Korrekturkennfeld ein, welches ĂŒber die Saugrohrtemperatur die Einspritzmenge mit einem Faktor <1 belegt und somit zur Absenkung der Einspritzmenge fĂŒhrt. . .


Dagegen spricht IMO allerdings, daß bereits mehrere Versuche mit einem "AbwĂ€rts-Faken" der LL-Temperatur um etwa 20°C die Sommerschlappheit nicht beheben konnten.
Ich selbst hab sowas auch probiert, auch ohne Erfolg.
/viewtopic.php?t=706, Posting vom 15.7.02.

@BenProfil anzeigen: Ben: was sagst Du dazu?
Gruß Ulf
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