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FalkPe
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12-09-2026, 8:41 Titel: Kia Rio 1.4 CRDi D4FC, extremer Rußaufbau |
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Hallo zusammen,
ich stehe bei meinem Kia Rio IV 1.4 CRDi (Bj. 2017, Motor D4FC, Wastegate-Turbolader) vor einem hartnäckigen Problem mit extremem Rußaufbau und hoffe auf eure Erfahrungswerte.
Das Problem
Die vom Steuergerät berechnete DPF-Rußmasse klettert in Rekordzeit nach oben (z. B. ein Zuwachs von knapp 2 g auf ca. 13 g innerhalb von nur 25–30 Minuten Fahrtzeit). Dadurch leitet das Fahrzeug in extrem kurzen Abständen DPF-Regenerationen ein.
Messwerte & Log-Daten (ausgelesen über OBD / Car Scanner)
* Konstante Teillast (120–130 km/h): Der Motor läuft unauffällig. Ladedruck liegt stabil bei ca. 1,8 bar (absolut), die Luftmasse bei ~40 g/s und Lambda im gesunden Sauerstoffüberschuss bei Lambda 1.3/1.4
* Beschleunigung / Lastwechsel: Beim Tritt aufs Gaspedal baut der Turbolader zügig Druck auf. Der MAP-Sensor zeigt Spitzenwerte von 2,4 bis 2,5 bar (absolut) und der LMM steigt parallel auf über 80 g/s. Der Lader bringt also volle Leistung.
* Das Kernproblem (Dynamisches Lambda-Loch): In den ersten 1–2 Sekunden der Beschleunigung bricht der Lambda-Wert schlagartig auf Lambda 1 ein. Genau in diesen kurzen Peak-Momenten springt die Rußmasse im Log stufenweise steil nach oben. Erst wenn der volle Ladedruck ansteht, steigt Lambda wieder an.
* Einfluss des AGR-Ventils: Mit abgezogenem AGR-Stecker läuft der Wagen spürbar besser und der schlagartige Rußzuwachs bei Lastwechseln verringert sich deutlich.
Bisher getauschte / geprüfte Komponenten
* DPF: Erneuert
* AGT Sensoren: neu
* Lambdasonden: neu (angelernt)
* Luftmassenmesser (LMM): Erneuert
* AGR-Ventil: Erneuert (Adaptionswerte zurückgesetzt)
* Ladeluftstrecke (Druckseite): Schlauch zw. turbo und LL Rohr Erneuert, abgedrückt (1bar) und nachweislich 100 % dicht
* KGE (Kurbelgehäuseentlüftung): Zu Testzwecken aus dem Ansaugtrakt entfernt
* MAP-Sensor: Sauber, misst plausibel bis 2,5 bar abs.
* Ansaugbrücke: Eingang/Mischgehäuse gereinigt
Aktueller Stand & Fragen
Da Turbolader, Ladeluftstrecke und Sensoren einwandfreie Maximalwerte liefern, liegt die Vermutung nahe, dass das Problem in der Frischluftströmung oder Gemischaufbereitung während der Umschaltphase liegt:
* Verkokung der Einlasskanäle: Kann eine Verkokung tief in der Ansaugbrücke bzw. direkt an den Zylinderkopfeinlässen dazu führen, dass der MAP-Sensor am Eingang zwar vollen Druck misst, die reale Luftmasse durch die Verengung aber zu langsam in den Brennraum nachströmt?
* AGR-Ansteuerung / Regelverzögerung: Habt ihr bei diesem Motor bereits Erfahrungen mit trägem Schließverhalten des AGR-Ventils oder fehlerhaften Einspritz-Adaptionswerten nach einem ECU-Reset gemacht?
Hatte jemand schon einmal ein vergleichbares Phänomen mit einem kurzzeitigen Lambda-Absturz auf 1,0 unter Last trotz vollem Ladedruck? Ich kann die Injektorenwerte nicht auslesen, hatte beim Reinigen des MAP locker 2cm Schmodder auf diesem, Mischrohr und Drosselklappe waren auch sehr versifft.
Vielen Dank für jeden Tipp!
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dieselschrauber Administrator


Mitglied seit: 12.04.2002 Beiträge: 18096 Karma: +799 / -0 Wohnort: St.Gallen 2018 Volkswagen T6 
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13-09-2026, 9:10 Titel: Kia Rio 1.4 CRDi D4FC, extremer Rußaufbau |
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Hallo
Was denkbar wäre: Im Ansaugtrakt oder dem AGR-System ein Loch, durch den Ansaugluft in bestimmten Betriebszuständen entweicht.
Der LMM sieht dann hohe/gute Ansaugluftwerte (kommt halt nur nicht im Motor an) und solange das Leck klein ist, schafft es der Lader trotzdem noch den Sollladedruck zu erreichen, wenn auch mit Anstrengung (geht dann auf Dauer kaputt).
Also mal die fraglichen Rohre/Schläuche nach Ölspuren / Russ absuchen. Zischgeräusche kann man beim Gasgeben (fahren, Last muss sein) neben einer Mauer besser hören.
Viel Erfolg, Rainer
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FalkPe
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15-09-2026, 6:50 Titel: Kia Rio 1.4 CRDi D4FC, extremer Rußaufbau |
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Guten Morgen und danke für deine Antwort,
Ich hab mal ein wenig meine Fahrweise geändert, fahr sonst gemütlich 100 kmh über die Autobahn.
Früh auf dem Weg zur Arbeit hat er regeneriert, beim Start Nachmittag war die Beladung bei 0.4g.
Jetzt hab ich ca. 110 km gefahren und die Soot Mass ist nur in der Stadt früh extrem gestiegen, auf der Bahn nach Hause ist sie konstant geblieben. Der Lambdawert lag zw. 1.3 - 1.6 je nach Hindernisse.
Könnte es doch iwie die Ansaugbrücke sein? Das die Kanäle / Drallklappen so unmöglich aussehen das das Auto im niederen Lastbereich Probleme hat ordentlich Luft zu bekommen?
| Beschreibung: |
| 1. Teil Stadt, Autobahn / Baustelle > Autobahn > zu Hause |
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