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Ich hatte mal einen 2.0er Opel-Benziner (Calibra) mit einem automatisierten Schaltgetriebe von Nippon-Denso. Es fehlte ein Gang (nur 4 statt 5), es fehlte Vmax und es fehlte wegen der unguenstigeren Gangspreizung auch einiges vom Beschleunigungsvermoegen. Den Wandler hat dieses Getriebe eigentlich nur zum Anfahren oder Einparken benutzt.
Das manuelle Schalten von "D" auf "N" an jeder Ampel und vor jedem Bahnuebergang hat rechnerisch etwa 20 % Einsparung im Stadtverkehr gebracht, weil eben nicht staendig gegen den Wandler gekaempft werden musste. Ausserdem war es mir zu bloed, das Fahrzeug staendig festhalten zu muessen.
Die Parkstellung verriegelte irgendwas im Getriebe. Es war laut krachend zu hoeren, wenn es aus dem noch leicht rollenden Fahrzeug heraus einrastete. Sollte man nicht machen. Ich weiss, dass es diese Verriegelung auch abreissen kann (Durchfallgrund in der HU = erheblicher Mangel). Wegen der entstehenden Truemmerteile sollte man nach einem solchen Zwischenfall nicht mehr damit fahren. In der Ebene kann bzw. sollte man es benutzen, und konnte die gern anfrierenden oder festrostenden Bremstrommeln (nur fuer die Handbremse - Betriebsbremse war eine Scheibenbremse) vermeiden.
Ich weiss nicht, wieviel Hirn in dem VW-Automatikgetriebe steckt. Zeitlich muesste es etwa einen aehnlichen Entwicklungsstand haben. Das von Opel eingekaufte Japanergetriebe liess sich sehr gut ueber leichtes Gaswegnehmen zum Hochschalten bewegen oder mit einem kurzen Gasstoss dirigieren, mal einen niedrigeren Gang zum Vorbereiten eines Ueberholvorgangs bereitlegen. Der tatsaechliche Mehrverbrauch hielt sich in Grenzen, wenn man nicht pausenlos in dichtem Stadtverkehr unterwegs war oder dauerhaft schnell fahren wollte. Innerorts irgendwas mit 50 zu fahren, das ging jedenfalls mit leichtem Gasfuss bereits im 4. Gang.
Bitte daran denken, dass diese Getriebe regelmaessige Oelwechsel haben wollen! Auch die vorgeschriebene Oelsorte und -qualitaet sollte beachtet werden, vieles darin laeuft auf Reibung und reagiert allergisch auf Oel mit anderen Eigenschaften oder z. B. reibungsminimierende Zusaetze. Ist bei Motorraedern mit nassen Kupplungen auch nicht anders!