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Hallo Ingo,
ob die Betätigungsdose für die VTG-Verstellung funktioniert, kannst Du mit einer Fahrradluftpumpe prüfen.
Ob Du eine Verstellung per Druck oder Unterdruck hast, weiß ich nicht, lässt sich aber leicht prüfen indem Du bei Leerlauf den Schlauch an der Unterdruckdose abziehst. Ob es saugt oder pustet sollte dann spürbar sein.
Wenn Du die Fahrradluftpumpe aufschraubst, und den Kolben umgedreht montierst, hast Du eine einfache und günstige Unterdruckpumpe.
Wenn Du testweise Druck/Unterdruck auf die Verstelldose gibst, muß sich die VTG-Verstellung hakelfrei in jede Position zwischen den mechanischen Anschlägen fahren lassen.
Dichtheitstest der Membrane in Deiner Verstelldose ist einfach: bei verschiedenen Stellungen mit einer Zange den Schlauch zusammendrücken, die Position der Verstellung muß dann bleiben.
Die Feder in der Verstelldose ist nicht gebrochen ?
Du hattest wahrscheinlich zum Reinigen des Verstellmechanismus, die Verstelldose vom Verstellhebel abgeschraubt, bzw. die Verstelldose am Lader.
Hier kann ein Pferdefuß liegen: hast Du die Dose nicht genau gleich festgeschraubt (2 Umdrehungen der Verstellmutter an der Betätigungsstange können entscheidend sein, ebenso Verschiebungen bei der Befestigung der Dose !), kann es sein, daß trotz richtiger elektrischer Ansteuerung des Magnetventils zur Ladedruckregelung der Ladedruck zu hoch wird.
Grund: trotz maximaler Verstellung durch die Motorelektronik, kann der Verstellhebel die dann notwendige Postition mechanisch nicht anfahren.
Um die Länge der Betätigungsstange richtig einzustellen, hast Du verschiedene Möglichkeiten.
Da ich aber Dein Meß-Equipment nicht kenne, einige Fragen dazu:
- hast Du die Möglichkeit, Dir das Taktverhältnis des Magnetventils zur VTG-Verstellung anzeigen zu lassen, z.B. per Diagnosesystem der Motorsteuerung ?
- hast Du ein
analoges Multimeter ?
Falls Du keines von beiden besitzt oder das Multimeter nicht einfach in die elektrischen Leitungen zum Magnetventil der Ladedruckregelung einzuschleifen ist, hier eine mühsame Methode:
- stelle fest, bei welcher Längeneinstellung der Betätigungsstange, am wenigsten Ladedruck erzeugt wird. Dazu probiert Du einfach verschiedene Position mit je ca. 3mm Abstand aus und machst jedesmal eine Probefahrt.
- hast Du diese Position gefunden, darf der Motor beim Beschleunigen keinen zu hohen Ladedruck mehr aufbauen, Dein Auto muß sich relativ 'zäh' und kraftlos fahren.
Nun verstellst Du in die entgegensetzte Richtung, und zwar jedesmal nur 2 Umdrehungen der Verstellmutter an der Betätigungsstange.
- Du machst wieder jedesmal eine Probefahrt, und zwar solange, bis der Motor im Drehzahlbereich der Nennleistung, im 3.Gang nach mindestens 3s Vollgas wieder beginnt den Ladedruck als zu hoch zu erkennen (Notprogramm mit Leistungsverlust).
- Dann tastest Du Dich auf 1 Umdrehung Genauigkeit an den Punkt mit einsetzendem Motornotlauf heran.
- Bei den jetzigen Außentemperaturen reicht es, von dieser Stellung ca. 1 1/2 Umdrehungen zurückzudrehen. Deine Länge der VTG-Betätigungsstange ist nun richtig eingestellt.
Das Tastverhältnis der Spannung am Magnetventil für Ladedruckregelung muß nun so liegen, daß es in keinem Betriebspunkt des Motors an die Regelgrenzen gerät. Falls Du die Möglichkeit hast, kannst Du das kontrollieren.
Bist Du sicher, daß die Länge der Betätigungsstange korrekt ist, ebenso die Position der Verstelldose, kannst Du Dir obige Prozedur sparen.
Denn je nach Art Deiner VTG-Verstellung kann es noch weitere mögliche Fehlerquellen geben.
Dazu müsstest Du mir mitteilen, ob:
- die VTG-Verstelldose per Unterdruck
- oder Überdruck angesteuert wird.
Grüße, Rainer