[Traduzione in corso...]
Mit meinem vorherigen Auto (Suzuki Ignis 1,25 DDIS aka 1.3 CDTI oder 1.3 JTD) bin ich auch recht niedertourig gefahren. Der 16 V-Motor liess das ohne Murren zu und auch das sehr kurze Getriebe unterstuetzte niedertourige Fahrweise. Man konnte das Ding innerorts bei 50 - 60 im 5. Gang bei einer Zeigerbreite unter 1500 U/min fahren. Tempo 85 entsprachen 2000 U/min. 2500 U/min waren 105. Der 1,3 DDIS lief ab 1200 U/min mit sehr wenig Gas rund und vibrationsfrei.
Charakterlich bin ich ihn eher wie einen Saugdiesel gefahren und habe spuerbare Turbounterstuetzung nur zum Ueberholen oder staerkeren Beschleunigen genutzt.
Die Abstimmung war ohnehin Gruetze: Erst passierte nichts - und bei 1750 U/min riss das Ding ploetzlich die Raeder durch. Unharmonisch abgestimmt und im Alltagsbetrieb eher nervig als sinnvoll. Solche Proll-Abstimmungen mag ich ueberhaupt nicht. Also bin ich so gefahren, dass der ploetzliche Druckeinsatz moeglichst nicht zum Zug kam. Unterstuetzend dazu bin ich ohnehin kein "Zerrer" und fahre eher defensiv.
Der jetzige Peugeot 206 mit dem 1.4 HDI ist dagegen eher unspektakulaer abgestimmt. Trotz selbst gemessenem recht hohen Ladedruck (fuer diese kleine Maschine) ist die Leistungsentfaltung gleichmaessig und die Turbounterstuetzung setzt frueher und vor allem auch sanfter ein. Abgesehen vom abweichenden Drehzahlniveau laesst sich der kleine HDI wie ein Benziner fahren. Dafuer ist die recht lange Getriebeuebersetzung zunaechst gewoehnungsbeduerftig und der Motor mag weder warm noch kalt unter 1500 U/min vibrationsfrei und ohne Knurren laufen. Ihm liegt eher das etwas hoehere aber freie Drehen mit mehr Drehzahl aber wenig Druck. Die hoehere Drehzahl ist unter den Strich aber verbrauchsaermer als das erzwungene niedertourige Fahren, das ohnehin nur in einem sehr schmalen Drehzahlbereich vom Motor ueberhaupt hingenommen wird.
Unter 55 km/h braucht man nicht in den 4. Gang zu schalten, der 5. geht erst ab ca. 85 km/h ohne Brummen. Der Lohn fuer das lange Getriebe sind unglaublich niedrige Verbrauchswerte, bei Autobahntempo bis etwa 140 km/h - verbunden mit einem angenehm geringen Geraeuschniveau. Nachteilig daran ist, dass man innerorts und auf Landstrassen laufend zum Herumruehren im Getriebe gezwungen wird, waehrend sich beim Suzuki zuvor fast alles im 5. Gang abwickeln liess, sofern man nirgends anhalten musste oder ueberholen wollte.
Noch ein Wort zum Oelverbrauch: Der Fiat-Motor im Suzuki nahm immer Oel. Im Neuzustand, im Jungstadium und auch mit etwas ueber 80 Tkm. Anfangs nahm er sehr viel - die erste Motoroelfuellung hatte ich trotz zurueckhaltender Fahrweise nach 1500 km verblasen. Oelwechsel gab es auf Garantie - das Oel war dann nach 7500 km weg - erneut auf Garantie gewechselt. Dann hielt sich der Oelverbrauch auf dem Niveau von 1,5 - 2,5 l zwischen den Oelwechseln, also auf 15 Tkm. Laengere und schnelle Autobahnfahrten oder selbst kuerzere Vollgasanteile liessen den Verbrauch weiter steigen. Die vom Hersteller als "normal" angegebenen 1 l auf 1000 km habe ich jedoch nie erreicht. Das gleiche berichteten auch viele Opel Corsa-C Fahrer, die selten weniger Oelverbrauch hatten, oft sogar noch erheblich ueber meinen Werten lagen. Ausgesprochene Heizer sollen eine Motoroelfuellung auf 300 - 400 km Autobahnfahrt mit hohem Vollgasanteil verblasen haben.
Im Gegensatz zum 1.3 CDTI faellt mir bei den 1.4 HDI die geringere (sichtbare) Russentwicklung auf. Die Fiat-Diesel russen auch ungetuned recht stark und wer dann noch mit Piggy-Boxen den Raildruck hochdreht, der macht einen Nebelwerfer par Excellence draus.
Der 1.4 HDI ist von Hause aus ohne DPF - meiner ist mit einem offenen System nachgeruestet. Gebraucht haette er es m. E. nicht, denn so wenig Russ wie bei diesem Motor hatte ich noch nie am Auspuffendrohr. Der Suzuki war immer dick verkrustet, dazu das Heck ziemlich schnell russverschmutzt. Bei anderen Peugeot mit dem 1.4 HDI ist das alles nicht zu sehen. Kein sichtbares Russen und keine schwarzen Fahrzeughecks. Und die duerften ueberwiegend ohne Filter sein.