Hallo zusammen!
Wenn ein Reifen beschädigt wird, geschieht dies oft genug durch einen Nagel oder durch eine Schraube. Für diesen Fall gibt es ein Notreparaturset:
Die Reparaturmethode ist folgende. Der Fremdkörper wird entfernt. Eine Stech-/Reibale wird mit Vulkanisierer bestrichen und das Loch damit aufgeraut und der Vulkanisier eingebracht. Danach wird der Reparaturkörper auf die Ale gezogen, ebenfalls mit Vulkanisierer bestrichen und das Teil durch das Loch gezogen. Nach dem herausziehen der Ale wird das überstehende Ende das Reperaturkörpers abgeschnitten und der Reifen mit Luft (bzw CO2) befüllt.
Ich habe damit bei meinem Motorrad sehr gute Erfahrungen gemacht. Da der Schaden zu Beginn des Urlaubs war, und der Reifen vorher neu aufgezogen wurde, habe ich den Reifen repariert und den Urlaub damit zu Ende gefahren.
Das Reparaturset war 14 Jahre alt und ließ sich problemlos verarbeiten. Der Reifen war absolut dicht und hat auch hohe Geschwindigkeiten verkraftet. Ins Nachdenken bringt einen aber der Beipackzettel, der empfiehlt, die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h zu begrenzen und mit dem reparierten Reifen auch nicht mehr weit zu fahren. Jetzt denke ich, daß dies eine reine Vorsichtsmaßnahme des Herstellers ist. Wer will für einen geflickten Reifen schon die Verantwortung übernehmen.
Wenn ich mir den Flicken ansehe, ist er so geformt, daß er nicht wieder aus dem Loch heraus kann. Die Vulkanisierung hält das Ganze dicht, was man ja auch einfach nachprüfen kann. Bleibt nur die Frage nach der Reifenstruktur. Wird das Gewebe der Karkasse so geschwächt, daß es weiter einreißen kann? Wieviel Reserve ist hier vorhanden. Weiß jemand von Prüfstands und Praxisversuchen solcherart reparierter Reifen?
Gruß mcgregg