Hi,
bei 5V Betriebsspannung des LMM ist der maximale Ausgabewert eben auf knapp unter 5V begrenzt. Das erwartet auch das Motorsteuergerät und geht daher bei zu hoher Ausgangspannung von "Kurzschluss nach 5V" aus.
Die entsprechende Schwellenspannung würde ich nicht verändern. Eine Möglichkeit ist, einen LMM zu verwenden, der eben mehr Luftmasse messen kann.
Hier scheiterst Du scheinbar an der Anpassung im Datensatz, ich vermute Du drehst an den falschen Stellen.
Dann kannst Du wie vom Vorposter vorgeschlagen, ein dickeres Rohr nehmen, was aber u.U. eine Frickel-Bastelarbeit wird.
Mein Vorschlag wäre, Luftmasse, Drehzahl und Ladedruck zu loggen und mit begrenzter Einspritzmenge und Ladedruck ein Log zu fahren.
Dann manipulierst Du den LMM Sensor so, z.B. Lufteingangfensterchen an der Sensorfläche links und rechts etwas verschliessen (Blende).
Nun misst der LMM "zuwenig", Du kannst aber das vorher gemachte Log samt einiger Testfahrten nutzen, um Deinen Datensatz und die Diagnosedaten auf den veränderten Sensor zu eichen.
Z.B. indem Du die Achse vom Menge(rpm, Luftmasse) Kennfeld und gleichzeitig den Umrechnungsfaktor für die Diagnose anpasst. Das ist zwar nicht so supergenau als einen passenden LMM samt Datensatzanpassung zu nutzen, dürfte aber kaum interessieren, ob die Kennlinie irgendwo ein paar % unlinear wird.
Die vernünftige Einstellung der VTG-Ansteuerung würde ich auf jeden Fall nur über das zugehörige Kennfeld machen und Kreuzbeziehungen zum LMM-Kennfeld vermeiden. Sonst wird das gesamte Regelverhalten schnell undefiniert ( rand(x); ).
Und ja, Du kannst es so machen wie Wiesel vorschlug, nein, natürlich macht man KEINE VTG-Ansteuerung abhängig von der Luftmasse. Wiesel kennt sich übrigens sehr gut aus.

Werde einfach den Fehlereintrag/Notlauf los, schaue, daß Dein Lader ohne Trübungsbegrenzung richtig angesteuert wird und stelle danach die Trübung auf ein vertretbares Maß ein.
Wenn Dein Lader anfängt zu pumpen, ERST versuchen mit weniger Ladedruck das in den Griff zu bekommen, danach kannst Du mit der VTG-Stellung und damit auch dem Abgasgegendruck spielen, um noch etwas mehr Luftmasse und evtl. möglichen Ladedruck heraus zu kitzeln. Das ist ein iterativer Vorgang und es wird einige Tage dauern, bis Ladedruck-KF und VTG-KF vernünftig aussehen. Am Trübungs-KF, egal ob per Luftmasse oder Ladedruck, kannst Du drehen wenn Du
fertig bist. Irgendwie scheint mir aber bei Dir die Reihenfolge der Arbeitsschritte durcheinander zu sein?
Viele Grüsse, Rainer