Hallo,
im Zusammenhang mit dem Update des Box-Chip-Vergleichs kam mir der Gedanke, ob man die Arbeit von Chiptunern wenigstens teilweise mit VAGCOM analysieren kann.
Grundprinzip:
Vor dem Tuning bei einigen Meßfahrten (z.B. Vollgas von 1200 bis 4500 rpm im 4. Gang) besonders die Daten zur Einspritzmenge und / oder -begrenzungen, Ladedruck und Spritzbeginn / Förderbeginn loggen.
Nach dem Tuning nochmal das Gleiche und dann die Logs vergleichen (falls keine "Vorher-Logs" existieren, mit einem serienmäßigen typgleichen Fahrzeug vergleichen).
So hätte man zumindest den Verlauf der wichtigsten Parameter bei Vollgas und könnte sehen, ob der Tuner z.B. den Lader überfordert oder eher die ZKD auf die Schlachtbank legt, um den Rußausstoß in Grenzen zu halten.
(Hinsichtlich des Ladedrucks reicht natürlich schon eine LDA

)
Am Verlauf von RWG-Spannung und Einspritzmenge (bei VP37-Motoren) könnte man IMO sogar ein 10c-artiges Chiptuning entlarven, bei dem nur die Pumpenkennlinie verbogen wurde.
Analog evtl. durch einen Gebertemperaturvergleich beim ausgekühlten PD-Motor: liegt die Dieseltemperatur z.B. 40°C über den anderen, hat es sich der Tuner sehr einfach gemacht.
Bevor ich sowas in den Fachartikel einbaue, wollte ich aber in die Runde fragen, ob ich damit richtig liege.
Vielleicht hat ja auch jemand gesicherte Erfahrungswerte, welche Grenzen nicht überschritten werden sollten (z.B. Dauerladedruck im oberen Drehzahlbereich nicht über 0,2 bar erhöhen

), die auch gleich in den Fachartikel rein könnten . . .?