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Hallo,
Hier ein kleiner Erfahrungsbericht:
Nachdem sich der LMM in meinem ASV gerade verabschiedet (75tkm), habe ich ihn kurzerhand durch eine Diode mit Spannungsabfall 0,7V ersetzt. Bei meinem ASV funktioniert das ohne Probleme, VAG-COM meldet ständig 1275 mg/Hub.
Ich hatte nun das Problem, dass meine Speed-Buster-Box kein Signal mehr zum abgreifen hatte. Eigentlich will diese das LMM-Rückmeldesignal zum MSG auswerten, dieses bewegt sich je nach Last zwischen 2 und 4 Volt, grob geschätzt.
Da ich ohnehin schon den Drucksensor angezapft hatte, habe ich dieses Signal zur Ansteuerung der Ein/Aus-Schwelle der Box benutzt.
Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Die Spannung vom MAP-Sensor beträgt gegen Fahrzeug-Masse im Leerlauf ca. 1.8 Volt (4.2 Volt bei max. Ladedruck). Gegen den LMM-Kontakt der Box beträgt die Spannung aber nur 0.9 Volt im Leerlauf (2 Volt bei max. Ladedruck).
Aus diesem Grund war ich ein bisschen verunsichert, wie der MAP-Sensor an den Anschluss der Box reagiert. Aber ein ständiges mitloggen des ans MSG gemeldeten Druckes zeigte keine Änderung gegenüber dem vorherigen Zustand. Ausserdem fliessen vom MAP-Sensor an die Box schlappe 4 uA. von Überlastung des Sensors kann da wohl keine Rede sein.
Die Box musste natürlich neu eingestellt werden: I ca. 5 Umdrehungen zurück, T ca. 2 Umdrehungen nach vorne gegenüber einer Einstellung, die, am LMM angeschlossen, ab ca. 2000 rpm zusätzliche Einspritzmenge gibt.
Die Box schaltet jetzt spürbar erst ein, wenn der Ladedruck ca. 1900 mbar (absolut) erreicht.
Für mich ist das so ganz i.O., weil ich die zusätzliche Einspritzmege auch wirklich erst bei Vollast haben möchte.
Interessant ist auch, das mit der Spindel I jetzt der Unterschied zwischen absolutem Nebelwerfer und keiner zusätzlicher Leistung im Bereich von 1 Umdrehung liegt.
Bei Anschluss an den LMM muss man hier über 5 Umdrehungen hinweg regeln.
Mal schauen, wie es weitergeht. Ich würde diese Methode noch nicht generell weiterempfehlen, weil man die Unanehmlichkeiten oft erst mit der Zeit merkt.
Ach ja, hier noch die Funktionen der I/S/T - Spindelpotis an der Box:
I begrenzt die maximale zusatzliche Einspritzmenge
T regelt die Schwelle, ab wann zusätzliche Einspritzmenge freigegeben wird
S gibt unabhängig vom Signal (LMM oder in meinem Fall MAP) eine konstante Mehr-Einspritzmenge vor.
Was meinen denn die Elektronik-Profis zu der geringeren Spannung, die man zwischen MAP-Signal und Box-LMM-Eingang misst im Vergleich zu MAP-Signal gegen Fahrzeug-Masse? Können sich hieraus langfristig Probleme ergeben?
Grüsse, Georg