@Gremlin: Dein Prachtexemplar von Düse verleitet mich zu der Annahme, daß Du das Zerstäubungs-Phänomen näher erklären kannst.
da gibts nicht viel zu erklären. neben dem druck ist vor allem die beschaffenheit des kraftstoffes ausschlaggebend. das beinhaltet viskosität, temperatur, kompressibilität und natürlich auch die art des kraftstoffes (molekulare beschaffenheit). ebenso spielt die lochgeometrie eine sehr grosse rolle. deshalb gibt auch die probleme bei Pöl oder RME und dadurch zugekokten düsen.
generell sind die düsen auf optimales spritzbild bei nenndruck ausgelegt, sprich vollast. je niedriger der druck an der düse desto lausiger wird das spritzbild.
kammermotoren habe da fast keine probleme. eine zapfendüse spritzt mehr oder weniger aus dem ärmel, die gemischaufbereitung wird dann grossteils in der kammer erledigt bzw. beim einschuss des gemisches in den brennraum.
direkteinspritzer müssen die gemischaufbereitung direkt im luftwirbel machen, ein abgequetschter dicker strahl ist da völlig fehl am platz.
zapfendüsen sind dazu noch grösstenteils selbstreinigend, lochdüsen prinzipbedingt nicht.
bei Pöl und RME hast du zwar mehr druck an der düse, aber leider auch einen dickflüssigeren kraftstoff. neben den steigenden strömungsverlusten leidet eben auch die 'zerstäubungsfähigkeit'.
unsere ARAL Tankstelle (raum Hamburg-Harburg) hat sich nun öffentlich zum BD im Diesel per Faltblatt an der Kasse bekannt. Vor 1 Monat wurde noch alles in dieser Richtung vom Tankstellenpächter abgestritten Wie sieht es bei euch aus?