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Kühlwasserverlust: AGR oder Zylinderkopf? | Beiträge 16+

 
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Herbert
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Beitrag23-12-2025, 14:35    Titel: Kühlwasserverlust: AGR oder Zylinderkopf? Antworten mit Zitat

Moin,
wenn ich MWB 40 Feld 2 richtig verstehe, gibt es bei Startdrehzahl eine (Soll- ?) Einspritzmenge, kein Blockieren der Einspritzung.
Dann bleiben
- fehlender Druck im Verteilerrohr;
- fehlende Ansteuerung der Piezo-Ventile;
- fehlender Druck im Zylinder (Kompressionsdruck, Steuerzeiten).
Gibt es denn nicht irgendeinen Geruch nach unverbranntem Diesel?
hg
Herbert
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Beitrag01-01-2026, 14:26    Titel: Kühlwasserverlust: AGR oder Zylinderkopf? Antworten mit Zitat

1. Problem vermutlich gelöst - 2. Problem ganz gelöst
Da ich sicher nicht der letzte sein werde, dem dies passiert, hier mal ein paar Anmerkungen, die ich im Netz bisher dazu nicht gefunden hatte:
Erst zum 2. Problem (sprang nicht mehr an, s.o.). Letzten Sa war es zwar sehr kalt, aber trocken, so habe ich die Kopfhaube abgebaut und einiges inspiziert. Steuerzeiten (nur grob) überprüft, i.O., soweit bei diesem beengten Einbau im A4 erkennbar (ohne Abstecken), alle Nocken arbeiten (also kein NW-Bruch etc.), PD werden betätigt, sonst nichts erkennbar. Alle Röllchen im OT jeweils frei drehbar. Die kurzen Kipphebel zu den Einlässen hatten aber etwas Spiel (geschätzt 1 bis 1,5 mm). Ich hatte extra darauf geachtet, daß der 2 Tage vorher nicht mehr drehte, damit auch ganz sicher kein Druck in den Stößeln stehen bleibt. Nun wusste ich nicht, wie viel Spiel da normal sind und was der Stößel überbrückt, aber immerhin ein Indiz für meine Theorie.
Die Nocken etc sehen übrigens trotz über 300Tkm sehr gut aus. Also wieder georgelt - und nach einiger Zeit zuckte er mal. Also nach Pause weiter probiert, und dann kam er Zylinder für Zylinder! Ich bin nach wie vor der Meinung, daß "nur" einige Bröckchen (s.o.) unter den Ventilen die nötige Kompression verhindert hatten. Wackelkontakt etc. würde ich ausschließen, das hätte Fehlermeldungen verursachen müssen.
Also: wer sein Saugrohr bzw die Einlässe von dem massiven Ölpapp reinigt, kann sich darauf einrichten, daß dies passieren wird. So gut bekommt man die klebrigen Brocken nicht restlos aus den Kanälen gesaugt. Ich hatte über mehrere Tage bestimmt insgesamt 10 bis 15 mal länger georgelt. Bei ausreichender Anlasserdrehzahl, intakten Glühkerzen und auch sonst normalen Bedingungen. Hätte ich anders vermutet, aber der braucht wohl sehr lange, bis sich das wegdrückt. Wenn er dann mal auf ein bis 2 Zylindern läuft sind wohl die Strömunggeschwindigkeiten hoch genug, den Dreck unter den anderen Ventilen schnell rauszupusten. Und die Reinigung der Einlässe lohnt sich! Der fährt jetzt deutlich bissiger als zuvor mit besserer Gasannahme, obwohl es vorher auch unauffällig war, aber halt etwas träge.
Nun war ich wieder am Ausgangspunkt: Leck im ZK, an der ZKD oder im AGR-Kühler. Hoffentlich letzteres, da am einfachsten zu reparieren. Fortsetzung im nächsten Beitrag.
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Herbert
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Beitrag01-01-2026, 14:38    Titel: Kühlwasserverlust: AGR oder Zylinderkopf? Antworten mit Zitat

Ein gutes Neues Jahr!
Mhhm -
Zitat:
...Alle Röllchen im OT jeweils frei drehbar. Die kurzen Kipphebel zu den Einlässen hatten aber etwas Spiel (geschätzt 1 bis 1,5 mm). Ich hatte extra darauf geachtet, daß der 2 Tage vorher nicht mehr drehte, damit auch ganz sicher kein Druck in den Stößeln stehen bleibt. Nun wusste ich nicht, wie viel Spiel da normal sind und was der Stößel überbrückt, aber immerhin ein Indiz für meine Theorie.
Die Nocken etc sehen übrigens trotz über 300Tkm sehr gut aus. Also wieder georgelt - und nach einiger Zeit zuckte er mal. Also nach Pause weiter probiert, und dann kam er Zylinder für Zylinder! Ich bin nach wie vor der Meinung, daß "nur" einige Bröckchen (s.o.) unter den Ventilen die nötige Kompression verhindert hatten.

Wie wärs mit einer anderen Erklärung: zuwenig Öldruck, um die Hydros beim Anlassen zu füllen?
hg
Herbert
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Beitrag01-01-2026, 14:47    Titel: Kühlwasserverlust: AGR oder Zylinderkopf? Antworten mit Zitat

zurück zum primären Problem: Wassereintrag in Verbrennung
Soweit war ich vor 2 Wochen schon mal. Ich hatte eine geschlossene Dichtung in den Flansch zum AGR-Ventil gesetzt (s. Bild), um evtl. im AGR-Kühler durchsickerndes Wasser vom Brennraum fernzuhalten. Wer das nachmacht: nur eine weiche Dichtung verwenden, die Klappe des AGR-Ventils schwenkt dort ein und kollidiert leicht. Nach einer Fahrt von 2x15 km konnte ich feststellen, daß er wieder normal lief, also wohl kein Wasser mehr in den Verbrennungsraum ankam. Aber er dampfte halt massiv weiter, so daß Nachfolger Abstand hielten und ich diese teilweise nur noch undeutlich sah. Deutete schon mal auf diesen Kühler hin und ich hatte den dann bestellt. Danach griff ich noch den oben gemachten Vorschlag auf, den Wasserkreislauf dort zu überbrücken. Hierzu habe ich einen 1/2"-Flexschlauch benutzt. Die 1/2"-Außengewinde passen perfekt in die 20mm-Schläuche (s. Bild; vermutlich gehen auch einfach 2 Stopfen ohne Brücke, der Strang ist vermutlich sonst ohne Funktion, so daß kein Durchsatz nötig sein dürfte). Auf Grund der Einbaulage läuft dabei der AGR-Kühler weitgehend leer.
Die Frustration war groß, als nach mehreren km immer noch hinten eine Nebelwand stand. Nach 6 km (gemischter Verkehr, ca 15 min.) am Ziel angehalten. Und nach 30 min. weiter - und es kam nichts mehr! Außer sporadisch noch ein paar Wölkchen. Nach nunmehr weiteren 20 km ist die Diagnose eindeutig: absolut kein Wasserverlust mehr. Also eindeutig doch der AGR-Kühler, der ja auch bekannt für Korrosionsschäden ist. Wenn der neue drin ist, werde ich den mal aufschneiden.
Fazit: wer das Problem auf diese Weise eingrenzen will, muß davon ausgehen, daß es eine ganze Weile dauert, bis alles Leckwasser aus AGR und Abgasanlage verdunstet ist. Deutlich länger, als vermutet.
Danke noch für die Tipps, hat mir weiter geholfen.



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Beitrag01-01-2026, 18:13    Titel: Kühlwasserverlust: AGR oder Zylinderkopf? Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die Rückmeldung und ein frohes neues Jahr! icon_smile_thumb_up.gif
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