Hi!
Naja, bei den schon recht betagten Autos gehen die Traggelenke schon öfters kaputt.
Wenn auf der Hebebühne nichts offensichtlich wackelt, nimmt der Prüfer meist einen langen Montierhebel, und hebelt zwischen Querlenker und Achsschenkel.
Ich sag mal, die Prüfer sind auch nicht doof, und wenn der Gelenk schon ein kleines bisschen Spiel hat, hält es die nächsten 2 Jahre nicht durch, und irgendwann ist mal der Reifen alle. Wenn Du es nicht vorher knacken hörst.
Zum Wechseln:
Ich bin zum Glück in der bequemen Laage, eine Hebebühne zu haben.
Ohne Hebebühne, auf dem Hof mit Wagenheber würde ich das niemanden raten, weil man da doch schon mal etwas Gewalt anwenden muss, und so ein halbes Auto eitert sehr schlecht aus dem Kopf oder Arm raus...
Also:
Erstmal die Position vom Gelenk im Querlenker markieren, da sind, glaub ich, Langlöcher.
Dann alles gut mit Rostlöser einsprühen.
Die 3 Schrauben unten am Querlenker nur leicht lösen.
Die Klemmschraube aus dem Achsschenkel entfernen.
Dann müstest Du, irgendwie mit einer langen Brechstange, über den Querlenker drüber, die Stange hinten an der Karosserie ansetzen, (mit einem Stück Gummi zum Schutz vor Kratzern), den Querlenker ordentlich nach unten drücken,
und dabei gleichzeitig auf den Querlenker mit einem Hammer nach unten schlagen.
Dann geht das normalerweise auseinander.
Problem ist, dass sich manchmal der Bolzen mit der umlaufenden Nut im Achsgehäuse verklemmt / verkantet. Das immer im Auge behalten.
Dann bekommst Du das Gelenk raus, auch mit etwas Kampf und drücken, und das neue auch wieder rein.
Eine Kontrolle der Achseinstellung zumindest halte ich aber für ratsam.
Auch wenn Du das nach der Markierung / den alten Abdrücken wieder einbaust. Grüße, Steffen!
Golf 4 TDI,
T4 Doka-Pritsche, paar Oldtimer |