hab aktuell 2 gleiche Fälle an alten VP37 TDIs die sich gleich verhalten, aber nicht in das bekannte Muster fallen.
- In beiden Fällen tritt sporadisch hartes Ruckeln auf, und der Fehler "Nadelhubgeber unplausibel" steht im Speicher. Motoren sind ein ALH und ein AFN.
- In beiden Fällen hat der Tausch des NHG (selber gemacht mit Neuteilen von Henzo) absolut keine Veränderung gebracht.
Der ALH ruckelt eher wenn es draußen wärmer ist, der AFN ist von der Temperatur unbeeindruckt, allerdings tritt es nahezu reproduzierbar >3500 1/min auf.
So, nun stellt sich mir die Frage ob das der NHG sein muss. Die zweite (Vergleichs-)Größe für die Spritzbeginnermittlung müsste nämlich vom Kurbelwellendrehzahlgeber (bzw. Inkrementgeber) kommen.
Dessen Impulsgeberrad hat 4 Kerben, und liefert somit pro Zylinderarbeitsspiel 8 Impulse über den Drehzahlgeber.
Ist nun (hypothetisch) der Geber durch Alterung und/oder Wärmeeinwirkung zu langsam, bzw. fallen Impulse aus, dann befindet das STG den gemessenen Spritzbeginn für unplausibel. Das wäre der Fall wenn erst 7 Kurbelwellenimpulse in den counter gelaufen sind, und schon das NHG Signal kommt.
Wie seht ihr das? Macht meine Theorie Sinn?
Will nicht auf Verdacht den KW Geber unnötig tauschen, bei Autos mit _dem_ Restwert geht es um jeden Cent.....
bisher hatte ich den beschriebenem Effekt nur mit defekten Nadelhubgeber bzw. dessen Verkabelung. Kein Fehler feststellbar, tagelang alles ok und dann Ruckeln. Ein Tausch des NHG brachte Abhilfe.
Defekte Kurbelwellendrehzahlgeber hatte ich noch nicht, aber das muß nichts heißen.
Du solltest bei einem Vollgaslog prüfen, ob der Soll-Spritzbeginn überhaupt noch eingeregelt werden kann, oft ist dies nämlich bei höheren Laufleistungen nicht mehr der Fall.
Du solltest bei einem Vollgaslog prüfen, ob der Soll-Spritzbeginn überhaupt noch eingeregelt werden kann, oft ist dies nämlich bei höheren Laufleistungen nicht mehr der Fall
Danke Rainer, dass ich da nicht selber draufgekommen bin
Beim AFN fällt bei > 3500 1/min und Last der Istwert nach ein paar Sekunden auf 10°vOT zurück bei einem Soll von 15°vOT. Tippe da auf Pumpeninnenraumdruck, werde jetzt einmal die Kraftstoffseite prüfen
Hier die Auflösung: das Rücklaufkurzschlussventil am Kraftstoffilter hat den RL permanent kurzgeschlossen, wodurch Kraftstofftemperaturen >100°C aufgetreten sind. Durch die Dampfblasen ist der Pumpeninnenraumdruck eingebrochen, und der Spritzversteller war kurzzeitig auf Ruheposition.
Durch den schnellen Istwertsprung war das STG der Meinung, dass der Spritzversteller keinen plausiblen Wert liefert.