Hallo,
mein Öldeckel tänzelt.
Der Ventildeckel ist neu. Dabei fiel mir auf, dass bei dem alten Deckel, den ich wegen KGE-Verdachts getauscht habe, das interne Führungsplastikgehäuse (ein Plastikdeckel mit 3 oder 4 Öffnungen zu Schächten am Zylinderkopf, um diese Blow-by-Gase direkt zur KGE zu führen) nicht vorhanden war.
Hat es jemand entfernt oder war es nie da? Keine Ahnung.
Ja, Kompression habe ich schon vor ca. 2 Jahren gemessen:
Zylinder 1: 25 bar; Zylinder 2, 3 und 4: 29 bar.
Daher wird das Tänzeln höchstwahrscheinlich auch kommen.
(PS: Ich habe gerade Zahnriemen, Nockenwelle mit Hydrostößeln und an den 4 PDEs die Einspritzdüsen getauscht.)
Dabei fiel mir auf, dass die Düse vom ersten Zylinder als einzige extrem verkokt war!
Da waren, übertrieben gesagt, schon Schächte an der Einspritzdüse.
Naja, und nun die Frage: Woher kommt die extreme unvollständige Verbrennung?
Druckverlust geht natürlich auch auf die Zündwilligkeit des Diesels zurück.
Was ich fragen wollte: Ich habe etwas von einem Zylinderreiniger gelesen.
Man fährt den Diesel heiß, entfernt die Glühkerze des Zylinders (man achte darauf, dass der betroffene Zylinder auf OT im Arbeitstakt steht) und füllt den Schaum ein.
Einwirken lassen; der Schaum kommt am Glühkerzenschacht wieder heraus. Den Vorgang wiederholen, bis der Schaum weiß herauskommt, dann wieder absaugen und anschließend den Brennraum noch einmal mit einem Neutralisator spülen und absaugen.
Soll anscheinend festsitzende Kolbenringe lösen.
… und jetzt die ganz blöde Frage und die Desaster-Überlegung:
Wenn ein Ring gebrochen, aber durch die Verkokung fixiert ist ...
Desaster: Er löst sich dann und bricht richtig!
Hat jemand schon Erfahrungen mit solchen Reinigungen?
Was würdet ihr machen? Laut VW liegt die Grenze ja erst bei 19 bar, wenn ich mich recht entsinne.
Bin gespannt, danke, Anton. |