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Ladedruckverstellung beim afn

 
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mozz



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Beitrag22-05-2002, 11:21    Titel: Ladedruckverstellung beim afn Wird übersetzt...

hi,
wollte mal wissen ob ich den ladedruck beim afn auch während dem betrieb mit z.b. einem potentiometer verstellen kann (darf) oder ob das vielleicht zu ungewünschten fehlereinträgen führen würde?
den widerstand am pumpenstecker kann ich ja durchaus mit einem poti trimmer oder ähnliches auch während der fahrt verstellen (muß ich ja auch da ansonsten beim starten das ding in den notlauf springt!)

2. frage, wenn ich den ladedruck erhöhe kann ich doch logischerweise auch die dieselmenge erhöhen, ohne das das ding extrem zu rußen beginnt! (mehr sauerstoff also geht auch mehr diesel!?)

3. ist es besser den spritzzeitpunkt mit einem 100nF oder mit 1µF kondensator zu verzögern?? (wann 100nF und ab wann 1µF??)

4:wie weit darf man es mit dem ladedruck treiben (kurzzeitig??)
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dieselschrauber
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Beitrag22-05-2002, 12:16    Titel: Ladedruckverstellung per Poti ist möglich Wird übersetzt...

Hallo,

je nachdem wo Dein Ladedrucksensor sitzt (Steuergerät oder Saugrohr), kannst Du mehr oder weniger einfach per Poti den eingeregelten Druck verändern.
Der Ladedruck wird vom Steuergerät überwacht, bei unplausiblen Werten wird in den Notlauf geschaltet und ein entsprechender Eintrag im Fehlerspeicher gemacht. Da jedoch auch der normale Atmosphärendruck relativ starken Schwankungen unterliegt, ist das Steuergerät hier relativ unempfindlich, beim Starten kann das Poti also bereits eingestellt sein.
Den Ladedruck solltest Du nur mit angeschlossenem Manometer ändern ! Der Lader kann bei einer solchen Manipulation sehr schnell hopps gehen.
Kurzzeitig (~2-3s) sind 1,3-1,4 bar im Drehzahlbereich um 2000min-1 kein Problem, anders sieht es aus wenn der Turbolader in höheren Drehzahlbereichen mehr Luft fördern muß.
Eingeregelt solltest Du es bei maximal 1,15 - 1,2 bar belassen.

Wenn Du den Ladedruck erhöhst, kannst Du mehr Diesel einspritzen ohne daß der Motor stärker rußt.

Zu 3. Keine Ahnung, ohne Diagnosegerät und ein Oszilloskop zur Ermittlung des tatsächlichen Einspritzbeginns würde ich hier nix drehen.
Evtl. funktioniert auch verdrehen der Einspritzpumpe auf 'früh' und eine Anpassung/Kontrolle des Einspritzbeginns per Diagnosegerät. Hab ich vor, aber noch nicht ausprobiert.

Grüße, Rainer
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mozz



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Beitrag22-05-2002, 12:38    Titel: Ladedruckverstellung beim afn Wird übersetzt...

icon_biggrin.gif erstmal danke für die schnelle hilfe!
ich dachte da daran den 10k widerstand im steuergerät zu vergrössern (variabel mit poti) und damit dann den ladedruck zu regeln, an der pumpe auch ein poti und naja den spritzzeitpunkt werde ich eben mit 100nF "fix" verschieben, in der hoffnung das das halbwegs über den ganzen bereich der variablen einspritzung und des ladedrucks passt!
druckmanometer hab ich sowieso eingebaut!
währen der fahrt (so dachte ich mir das) kann ich dann einspritzzeitpunkt und ladedruck aneinander anpassen, um 1. eine schöne verbrennung zu erzielen, und 2. die leistung wirklich zu steigern (auch extrem- kurzzeitig)

einzige angst bei der sache habe ich eben beim spritzzeitpunkt, ob der nicht variabel besser wäre, es gibt ja trimmkos daher wäre das nicht wirklich ein problem!!
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ulf
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Beitrag22-05-2002, 16:04    Titel: ZUr Spritzbeginn-Manipulation Wird übersetzt...

Hi

Zitat:
einzige angst bei der sache habe ich eben beim spritzzeitpunkt, ob der nicht variabel besser wäre, es gibt ja trimmkos daher wäre das nicht wirklich ein problem!!



Ich hab mittlerweile auch größere Werte ausprobiert.
Bei 1µF verschlechtert sich die 2000 - 4000 Zeit deutlich (~ 0,3 sec wenn ich mich recht erinnere), bei 470 nF nicht ganz so stark.
Also würde ich es bei fixen 100 oder max. 220 nF belassen.

Wogegen es schwierig werden dürfte, Trimmer oder Kapazitätsdioden in dieser Größenordnung zu bekommen . . .
Gruß Ulf
_________

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