Hallo Ulf!
Also ich denke, dass vor allem der Verbrennungsverlauf beim PD in engeren Toleranzen als beim VP abläuft.
Aufgrund der besseren Zerstäubung (=Gemischbildung), der präziseren Mengenzumessung und dem exakteren Einspritztiming verläuft der Verbrennungsprozess in wesentlich engeren Grenzen. Hinzu kommt, dass die Zerstäubung bei niedrigerer Last schon besser ist als beim VP.
Die von Dir erwähnte, höhere Förderrate konzentriert die Verbrennung auf ein kleineres Winkelintervall, so dass der Prozess einen höheren Gleichraumanteil besitzt.
All diese Faktoren führen zu einem sehr präzisen Verbrennungsverlauf, der nicht so stark streuen kann wie beim VP. Die Geräuschanregung erfolgt somit kurz und schlagartig, beim VP eher über einen längeren Zeitraum mit einem größeren Anregungsspektrum.
Ich habe hier bewusst
Anregungsspektrum geschrieben, das Schwingungsspektrum des Motors mit Nebenaggregaten und Triebstrang ist ein ganz anderes Thema.
Die schlagartige Anregung des PD erregt prinzipiell alle Eigenfrequenzen, die Anregung ist jedoch nur sehr kurz, so dass die Schwingungen (je nach Dämpfungsgrad) sehr schnell wieder abklingen.
Beim VP, der ein eher undefiniertes Anregungsspektrum besitz, welches u.U. noch über einen längeren Zeitraum mit modulierter Intensität auftritt, kann so zu allerlei Brummfrequenzen führen.
Ich hoffe, dass meine Erklärungen einigermaßen verständlich waren. Wenn nicht, einfach nochmal nachhaken
Gruß
Alex
AUDI A3 1.9 TDI, EZ 12/96, ursprüglich MKB AGR, umgebaut zum AHF mit GT1749V-Lader, verkauft mit 250tkm
Golf 4 1.9 TDI, EZ 1/98, MKB ALH, jetzt auch mit GT1749V-Lader, verkauft mit 300tkm
Touran 1.9 TDI, EZ 09/2004
Audi A4 Avant 2.0 TDI, EZ 03/2010