Hallo, ich schreibe dies mal analog zum alten bereits geschlossenen Thema (https://community. dieselschrauber.org/viewtopic.php?t=29644)
Hierzu noch eine kurze Anmerkung @Herbert. Klar, daß der Beitrag schon uralt war. Aber meine Denke war, daß derjenige dann (hoffentlich) eine email zu seinem Thema bekommt und sich vielleicht dadurch bequemt, mal noch seine Erfahrungen zum Besten zu geben (ok: hat nicht funktioniert). Da ähnliche Probleme anscheinend immer mal wieder vorkommen, war es einen Versuch wert, der auch späteren Lesern helfen könnte.
Also folge ich gerne seiner Empfehlung und schreibe meine Beobachten hier neu.
Es ist ein 2.0 BRD mit rund 307 Tkm, seit 2 Wochen geht er immer mal wieder auf der AB in den Notlauf bei gemäßigtem Tempo (100 bis 120 km/h), sanfter Fahrweise. Meist zeigt er dann folgende Fehler (gekürzt wegen Übersichtlichkeit):
004705 - Ventil für Pumpe/Düse Zylinder 1 (N240)
P1261 - 006 - Regelgrenze überschritten - Sporadisch Umgebungsbedingungen:
Fehlerstatus: 00100001
Fehlerhäufigkeit: 4
Umgebungsbedingungen:
Drehzahl: 2368 /min
Drehmoment: 152.0 Nm
Geschwindigkeit: 114.0 km/h 76.05 %
Text: 5.375 uF
Text: 14.00 mJ
Text: 11 mJ
Raw, Form. N/A: 000 000 000
000665 - Ladedruckregelung
P0299 - 006 - Regelgrenze unterschritten - Sporadisch
Umgebungsbedingungen:
Fehlerstatus: 00000001
Fehlerhäufigkeit: 1
Umgebungsbedingungen:
Drehzahl: 2240 /min
Drehmoment: 336.0 Nm
Geschwindigkeit: 121.0 km/h
78.78 %
Spannung: 14.24 V
Druck: 2449.5 mbar
Druck: 2002.2 mbar
Ab und zu aber auch nur den Fehler 0299 (Ladedruckdifferenz). Wenn beides auftritt, steht immer der PDE-Fehler als erstes. Kann aber derzeit nicht sehen, wie der als Ursache für den LD-Fehler wirken könnte. Ich sehe zwischen beiden erstmal keinen Zusammenhang, auch meine ich, daß der PDE-Fehler zu Ruckeln führen müsste. Im Netz habe ich nur einen Beitrag mit dieser Kombi gesehen, ohne eindeutige Diagnose.
Ansonsten läuft er recht gut; Leistung ist ganz ok (habe aber keinen Vergleich). Den Moment des Notlaufbeginns merkt man nur an der Leuchte, kein Ruckeln etc. Habe daher nun mal über 2 Fahrten den Druckverlauf geloggt. "Hinfahrt" ist kalt angefahren, dann ein paar Minuten Stadt und dann 12 km Autobahn. Da ging er nach ca 5 Min in den NL. Den Rest wieder Stadt 3 min. Später "Rückfahrt", gleiches umgekehrt, kein NL aufgetreten. Wenn ich mir die Verläufe von Ladedruck Soll und Ist ansehe, dann kommt der Druck generell nicht hinterher (ist aber nicht an einem Punkt beschnitten). Aber bei der Hinfahrt fällt auf, daß später in der Stadt doch beides deckungsgleich läuft (auf niedrigem Niveau).
Ich könnte mir vorstellen, daß
- Ladedruckansteuerung spinnt. Hier hatte ich das Ventil vor ca 4 Jahren mal erneuert (Pierburg Markenware). Also eher unwahrscheinlich, aber möglich. Sichtprüfung UD-Schläuche bisher ohne Befund
- Ladedruckstrecke undicht, Sichtprüfungen haben bisher nichts zu Tage gebracht
- VTG evtl. hängt; leider ist das Gestänge beim BRD so versteckt, daß man absolut nicht hinschauen kann und auch ohne Demontage nicht hingreifen kann. Muß ich mal machen, wenn es das Wetter wieder besser zuläßt. Aber es scheint sich ja teilweise zu bewegen (Stadtfahrt) - und wenn ich es teste, dann ganz bestimmt
Auch der DPF könnte ein Problem sein, aber m.E. passen die Schriebe nicht dazu.
Ich werde mal noch die Unterdruckschläuche näher abschnittsweise inspizieren und die Ladestrecke unter Dampf setzen. Glaube aber nicht, da was zu sehen. Dauert noch etwas (Wetter

).
Zuvor bitte ich schon mal zuvor um ein paar Meinungen. Wer mit diesem Problem einschlägige Erfahrungen hat, wird sicher einiges schon anhand der Schriebe ausschließen können in Bezug auf DFP, Ansteuerventil Unterdruck, Undichtigkeiten etc .Ich gehe davon aus, daß die Verläufe je nach Ursache unterschiedliche Eigenheiten aufweisen. Und vielleicht kennt doch jemand einen Zusammenhang zwischen beiden Fehlern.
Wer noch andere Tipps hat: immer her damit, bin für jeden Hinweis dankbar.