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BKD Ursache Turboladerschaden Verdichterseitig?

 
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bubu



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Beitrag17-09-2021, 12:10    Titel: BKD Ursache Turboladerschaden Verdichterseitig? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

mein A3 mit dem BKD (2.0 140PS) hatte kürzlich auf der Autobahn einen Turboladerschaden. Zunächst fühlte es sich nach gebrochenem bzw. verstopften Kat an, da der Ladedruck nur deutlich später anlag. Beim Zerlegen stellte sich dann heraus, dass die Welle ok, ebenso die Abgasseite zumindest äußerlich in Ordnung war. Allerdings hat die Frischluftseite einiges an Material gelassen. Der Turboinstandsetzer vermutet mehrere Plastikartikel über längeren Zeitraum aus der Kurbelgehäuseentlüftung, sofern keine Fremdpartikel durch den Luftfilter gekommen sein können. Das komplette System war seit knapp einem Jahr unberührt und beim Zerlegen augenscheinlich auch i.O. - deshalb schließe ich den Luftfilter aus.

Ist so etwas schonmal bei einem von euch vorgekommen? Gibt es da Erfahrungen zu? Ich würde gerne mögliche Ursachen recherchieren und ausschließen, bevor ich einen Turbo einbaue.

Aufgetreten ist das Ganze bei relativ gemütlicher Fahrweise, bei 140 Km/h war plötzlich die Leistung reduziert, aber nicht weg. Bei meinem letzten Turboschaden kam dies schlagartiger inkl. Rauchentwicklung, hier blieb die Wolke aus und keinerlei unangenehme Geräusche, so dass ich von einem heruntergerutschten Druckschlauch oder Unterdruckschlauch ausging. Ich konnte nichts entdecken und fuhr dann erstmal ein paar Meter mit Blick auf Ladedruck Soll/Ist über OBD und bemerkte so, dass der Lader nur verspätet Druck aufbaute.

VG, Steffen



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 Turbolader nach Fremdpartikel?
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Beitrag17-09-2021, 12:24    Titel: BKD Ursache Turboladerschaden Verdichterseitig? Antworten mit Zitat

Hallo Steffen,

vergleichbares beim Audi A3 ist mir nicht bekannt. Die Mutter auf der Welle mit der das Verdichterrad festgeschraubt ist, ist noch drauf? Kann ich auf dem Bild schlecht erkennen.
Falls sich diese löste, könnte so der Schaden entstanden sein. Oder auch nicht, alles Spekulation. Mein Verdacht ist, dass die Mutter eher alles gleich zerlegt hätte.
Bezüglich Plastikfremdkörpern aus der KGE ist mir nicht bekannt, die KGE mit dem Ölabscheider würde ich dennoch vorsichtshalber ersetzen.

Bekannt sind mir Turboladerschäden durch Eispartikel an diversen T6 TDI. Bei ungünstigen Bedingungen kann sich im Winter Eis in der KGE oder dem Ansaugrohr bilden. Löst sich dieses, wird das Verdichterrad beschädigt.
Deshalb ist bei mir die KGE thermisch isoliert, damit sie auch bei Fahrt in Minusgraden warm bleibt. icon_wink.gif

Welche Laufleistung hat Dein BKD?

LG, Rainer
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Kaufmann - Kaufmann Automotive GmbH
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Zuletzt bearbeitet am 17-09-2021, 12:25, insgesamt 1-mal bearbeitet.
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bubu



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Beitrag17-09-2021, 13:50    Titel: BKD Ursache Turboladerschaden Verdichterseitig? Antworten mit Zitat

Hallo Rainer, hallo zusammen

die Mutter ist noch drauf, der Wagen fuhr auch noch mit verspätetem, aber vollem Ladedruck ab etwa 2200rpm. Hätte ich natürlich nicht getestet, wenn ich nicht absolut sicher nur auf Notlauf getippt hätte. Keine Ölsauerei, Nebelwerfer oder Geräusche. Das Lagerspiel ist einwandfrei, axial als auch radial.

Gut möglich, dass es schleichend passiert ist und auf der Autobahn durch Drehzahlen jenseits der 2000rpm nicht auffiel. Der letzte Turboschaden vor etwas mehr als einem Jahr entstand durch eine lose Mutter. Nachdem ich mich mit dem neuen Turbo angefreundet hatte, war dann auch 2x auslassseitig Kühlwasserspuren erkennbar. Auch spürbar durch leichtes Schütteln im Leerlauf beim Ausrollen, was er wenige Wochen vorher noch nicht tat.

Der Wagen hat 270tkm drauf, lief tadellos und soll eigentlich noch länger fahren. Wirtschaftlichkeit ist immer so ein Thema, aber durch viele andere kürzliche Reparaturen und zusätzlicher Verbundenheit zu dem Fahrzeug würde ich schon etwas investieren. Noch weiß ich nicht auf welche Summe ich mich einstellen muss, aber Ventildeckel mit KGE, Lader+LLK, Zylinderkopf ohne Nockenwellen, Zahnriemen (War leider erst dran) und PD Kabelbaum - wird wohl nicht günstig. Zumindest den Pumpedüseelementen traue ich noch etwas Laufleistung zu, da ich deren Mengenabweichung die letzten Wochen akribisch stichprobenartig beobachtet habe.

Ich sehe nur eine halbwegs preiswerte Hoffnung darin PD + Nockenwellen zu übernehmen, in einen neuen Kopf von AMC oder (?) original VW (angeblich Rissproblem inzwischen beseitigt) einbauen und samt Zahnriemen durch eine Werkstatt einbauen zu lassen. Reparaturleitfaden ist zwar vorhanden, aber ich habe noch gehörig Respekt davor.
Ab dem Turbo und sonstige Verbundarbeiten bekäme ich selbst hin. Ob sich darauf jemand einlässt? Eigentlich keine Lust 1000 Euro für nen Ladertausch extra zu zahlen, den ich problemlos selbst getauscht bekomme, weil ich mich vor der Arbeit am Kopf scheue.

VG, Steffen

PS: Ich denke die meisten würden sich von Ihm verabschieden, aber mein ALH, der seit vielen Jahren mit 110kW (samt Düsen+Software von hier) unterwegs ist, hat inzwischen auch schon wieder 3 Weltumrundungen geleistet und ca die 350tkm überlebt. Währenddessen war er auch äußerst günstig und zuverlässig



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